Häufige Fragen über Münzen
Alles, was Erben über ihre geerbte Münzsammlung wissen müssen.
Allgemeine Fragen
Wenn Sie eine Münzsammlung erben, haben Sie mehrere Möglichkeiten: Sie können die Sammlung behalten und selbst pflegen, sie verkaufen oder sie von einem Experten bewerten lassen. Als erstes empfehlen wir eine professionelle Bewertung, um den tatsächlichen Wert zu kennen. Wir von Heinrich Köhler Auktionshaus bieten eine kostenlose Ersteinschätzung an – kontaktieren Sie uns einfach mit Fotos der Sammlung.
Eine erste Einschätzung anhand von Fotos erhalten Sie in der Regel innerhalb von 1-2 Werktagen. Für eine detaillierte Bewertung vor Ort, bei der wir jede Münze einzeln begutachten, planen Sie 2-4 Stunden ein. Bei sehr großen Sammlungen kann es auch länger dauern. Wir kommen auch gerne zu Ihnen nach Hause – kostenfrei und unverbindlich.
Nein, das ist nicht notwendig. Unsere Experten übernehmen die gesamte Sortierung und Katalogisierung. Wenn die Münzen bereits in Alben oder Kapseln aufbewahrt sind, ist das natürlich hilfreich – aber keine Voraussetzung. Bring Sie die Sammlung einfach so, wie Sie sie vorgefunden haben.
Das Heinrich Köhler Auktionshaus ist eines der renommiertesten Auktionshäuser für Münzen, Banknoten und Briefmarken in Deutschland. Seit über 100 Jahren versteigern wir bedeutende Sammlungen und erzielen für unsere Einlieferer Spitzenpreise. Wir haben Niederlassungen in Wiesbaden und Frankfurt und sind international tätig.
Nein, unsere Erstbewertung ist vollständig kostenlos und unverbindlich. Ob Sie uns Fotos per E-Mail schicken, uns anrufen oder ob unsere Experten zu Ihnen kommen – für Sie entstehen keine Kosten. Erst wenn Sie sich entscheiden, Ihre Sammlung über uns zu verkaufen, erhalten wir eine Provision, die vom Verkaufserlös abgezogen wird.
Fälschungen gibt es leider auch bei Münzen. Hinweise auf Fälschungen: unnatürliche Schärfe der Details, falsche Gewicht oder Durchmesser, verdächtiger Klang beim Auftippen, nahtlose Ränder bei gegossenen Münzen, ungleichmäßige Prägung. Bei wertvollen Münzen empfehlen wir eine professionelle Echtheitsprüfung durch uns oder eine anerkannte Grading-Gesellschaft (PCGS, NGC). Wir können das für Sie übernehmen.
Bei sehr großen Sammlungen (mehrere tausend Münzen) empfehlen wir einen Hausbesuch unserer Experten. Wir kommen zu Ihnen, sichten die gesamte Sammlung vor Ort und erstellen ein Gesamtbewertung. Dann entscheiden wir gemeinsam, welche Stücke in die Auktion kommen, welche im Direktankauf verkauft werden und ob es Highlight-Stücke gibt, die einzeln angeboten werden sollten. Alles kostenlos und unverbindlich.
Bewertung & Wert
Der Wert einer Münze hängt von mehreren Faktoren ab: Erhaltungszustand (von "schlecht" bis "Stempelglanz"), Seltenheit (Auflage und Überlebensrate), Material (Gold, Silber, Kupfer etc.), historische Bedeutung, Nachfrage am Markt und Echtheit. Der Erhaltungszustand ist oft der wichtigste Faktor – eine Münze in "Stempelglanz" kann 10-100x mehr wert sein als dieselbe Münze in schlechtem Zustand.
Ohne Fachkenntnis ist das schwierig. Einige Hinweise: Goldmünzen haben immer einen Materialwert. Silbermünzen aus dem 19. Jahrhundert und früher sind oft interessant. Sehr alte Münzen (vor 1800) sind generell wertvoller. Fehlerprägungen können extrem wertvoll sein. Münzen in einwandfreiem Zustand sind deutlich mehr wert. Lassen Sie im Zweifel immer einen Experten schauen – kostenlos natürlich.
Die Erhaltungsstufen reichen von "Schlecht" (S) über "Sehr schön" (ss) bis "Stempelglanz" (St/PP). Dazwischen gibt es "Schön" (s), "Sehr schön" (ss) und "Vorzüglich" (vz). Die meisten Sammlermünzen werden auf einer Skala von 1-70 bewertet (Sheldon-Skala). MS-60 bis MS-70 bedeutet "Mint State" (unzirkuliert), PR/PF steht für Proof (Spiegelglanz). Als Erbe müssen Sie diese Details nicht kennen – unsere Experten erklären alles.
Ja, Seiten wie NumisMarkt, Catawiki oder eBay zeigen Preise – aber Vorsicht: Die Angebots- und Verkaufspreise können stark abweichen. Händler verkaufen oft mit Aufschlag. Entscheidend ist, was ähnliche Münzen in ähnlichem Zustand tatsächlich erzielt haben (Hammerprei bei Auktionen). Für eine fundierte Bewertung braucht es Erfahrung – lassen Sie sich von uns unverbindlich beraten.
Aktuell sehr gefragt sind: Deutsche Goldmünzen (Kaiserreich, Weimar, BRD), Silbertaler des 16.-19. Jahrhunderts, antike Münzen (Griechenland, Rom), seltene DDR-Münzen in Stempelglanz, Fehlprägungen und Varianten sowie Münzen mit historischer Bedeutung. Die Nachfrage schwankt – was heute gesucht ist, kann morgen anders sein. Unsere Experten kennen den aktuellen Markt genau.
Verkauf & Auktion
Bei Heinrich Köhler läuft es so: Wir bewerten Ihre Münzen, legen gemeinsam Mindestpreise fest und nehmen die Münzen in unseren nächsten Auktionskatalog auf. Internationale Bieter konkurrieren um Ihre Stücke – das treibt den Preis. Nach der Auktion erhalten Sie den Erlös abzüglich unserer Provision. Der Vorteil: Sie erzielen oft deutlich mehr als beim Händlerverkauf.
Beim Direktankauf erhalten Sie sofort Geld, aber der Händler muss einen Gewinnaufschlag einkalkulieren. Bei einer Auktion konkurrieren mehrere Käufer, was den Preis in die Höhe treibt – Sie erhalten in der Regel 20-40% mehr. Der Nachteil: Sie müssen einige Wochen bis zur Auktion warten. Für wertvolle Einzelstücke empfehlen wir immer die Auktion. Für kleinere Mengen kann ein Direktankauf sinnvoll sein.
Unsere Einlieferprovision ist marktüblich und wird individuell vereinbart, abhängig vom Gesamtwert der Sammlung. Bei wertvollen Sammlungen sind günstigere Konditionen möglich. Die genauen Konditionen besprechen wir transparent vor dem Verkauf – keine versteckten Kosten. Die Provision wird vom Erlös abgezogen, Sie erhalten den Restbetrag nach der Auktion.
Ja, selbstverständlich. Viele Erben möchten bestimmte Stücke behalten – aus sentimentalen Gründen oder weil sie die Sammlung selbst fortführen möchten. Wir besprechen mit Ihnen, welche Münzen Sie behalten und welche Sie verkaufen möchten. Es gibt keinen Zwang, alles auf einmal zu verkaufen.
Bei einem Direktankauf erhalten Sie das Geld sofort oder innerhalb weniger Tage. Bei einer Auktion dauert es länger: Auktionskatalogproduktion (4-8 Wochen vor der Auktion), dann die Auktion selbst, danach Abrechnung und Überweisung (2-4 Wochen nach der Auktion). Gesamtdauer: in der Regel 2-4 Monate. Der höhere Erlös rechtfertigt in den meisten Fällen die Wartezeit.
Banknoten
Absolut! Alte Banknoten können als Sammlerstücke sehr wertvoll sein – unabhängig davon, ob sie noch als gesetzliches Zahlungsmittel gelten. Deutsche Reichsbanknoten, Inflationsgeld der 1920er Jahre, DDR-Geldscheine und ausländische Noten sind bei Sammlern gefragt. Auch wertlose Inflationsscheine aus dem Jahr 1923 können als Sammlerstücke 5-50 Euro oder mehr wert sein.
Besonders wertvolle deutsche Banknoten sind: Frühe Reichsbanknoten (vor 1914), Notgeld aus dem Ersten Weltkrieg (vor allem seltene lokale Ausgaben), Inflationsgeld in einwandfreiem Zustand, Weimarer Republik Scheine, frühe Bundesbankscheine (Serie BBk I, 1960er Jahre) und DDR-Banknoten der ersten Serien. Ein einziger seltener Geldschein kann mehrere Hundert bis Tausend Euro wert sein.
Notgeld wurde in Krisenzeiten von Städten, Gemeinden und Unternehmen herausgegeben, wenn offizielles Kleingeld fehlte – besonders während und nach dem Ersten Weltkrieg (1914-1923). Es gibt Notgeld in unzähligen Motiven und Varianten, was es für Sammler interessant macht. Seltene lokale Ausgaben, besondere Motive oder Fehlerdrucke können beträchtliche Summen erzielen.
Nein, der offizielle Umtausch von DDR-Mark in D-Mark endete 1990. DDR-Banknoten sind kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr. Allerdings können sie als Sammlerstücke noch Wert haben – insbesondere frühe Ausgaben in gutem Zustand. Lassen Sie Ihre DDR-Scheine von uns bewerten, bevor Sie sie wegwerfen.
Banknoten sollten in säurefreien Klarsichthüllen oder Banknoten-Alben aufbewahrt werden – niemals in normalen Plastikfolien (Weichmacher können die Noten beschädigen). Lagern Sie sie kühl, trocken und lichtgeschützt. Falten und Knicke mindern den Wert erheblich – behandeln Sie alte Noten immer mit sauberen Händen oder Baumwollhandschuhen. Im Zweifel lieber unberührt lassen.